Teile der abgebildeten Texte / Bilder stammen von Dieter Becker's Homepage Postkrieg, mit dessen freundlichen Erlaubnis ich diese hier verwenden darf.
Der Postkrieg zwischen der BRD und DDR
Neben vielen anderen Mitteln wurde auch die postalische Kommunikation vom Kampf der unterschiedlichen Anschauungen und Ideologien zwischen Ost und West von den 50er bis in die 80er betroffen.
Neben der Zensur und Spionage, was zum Öffnen von vakanten Briefen führte, ist der äusserlich bekannteste Aspekt die "Schwärzung" von Motiven auf den Briefmarken und Stempeln des "Gegners" die besonders heikle Themen berührten.
Evangelischer Kirchentag im Postkrieg
Versehentlich sind von der Schwärzung bundesdeutscher Briefmarken auch die Ausgaben mit der Thematik zum Kirchentag betroffen gewesen. Hier ein paar Beispiele:

Brief in die DDR frankiert mit der bundesdeutschen Marke "Evangelischer Kirchentag 1963" (Michel-Nrm. 405). Das Markenbild ist geschwärzt. Bis heute gibt es keinerlei Hinweise, dass diese Marke Anlass für Postkrieg war. Deshalb höchstwahrscheinlich eine Fälschung. Ich (Dieter Becker) habe bisher zwei derartige Belege gesehen.

Interessanterweise gab es Vollschwärzungen der Marke "Evangelischer Kirchentag 1965" (Michel-Nrm. 480), allerdings, soweit mir (Dieter Becker) bekannt nur, wenn auf derselben Sendung die Marke "20 Jahre Vertreibung" geschwärzt war. Die DDR hat allerdings offiziell bestätigt, dass es sich hier um ein Versehen handelt, wie man dem Burhop/Heijs entnehmen kann.

Im obigen Fall, abgebildet im Briefmarkenspiegel Ausgabe 1/2005, erkennt man die gleiche Marke Michel Nummer 480 zum 1965er evangelischen Kirchentag, diesesmal trotz geschwärzter Vertriebener Marke auf dem Brief nicht geschwärzt.