Dauermarken / Dauermarkenserien

Artikel vom 20.10.2026 aus Deutschland 75-93.


Die am meisten produzierten Briefmarken stammen aus den Dauerserien. Diese wurden durchgängig bei den Postämter vorgehalten und standen zu verfügen. Sie waren auch die Ausstattung für Wertezeichengeber bzw. Markenheftengeber. Daher gehörte diese Briefmarken zu den Werten, welche alle Nutzer immer wieder in der Hand hatten.

Dauermarke

Eine Dauermarke ist eine Briefmarke (Freimarke), die eine längere Zeit von der Post in einer zunächst unbegrenzten Auflagezahl ausgegeben wird. Eine Dauermarke ist meistens ein Teil einer Briefmarkenserie, die unterschiedliche Werte der jeweiligen Marken vereint. Sie kann aber auch als Einzeldauermarke vorkommen. Das Motiv kann beliebig von der Postverwaltung gewählt sein, das Design wird aber während der Ausgabezeit nicht deutlich verändert. Neben den Dauermarken gibt es die Sondermarken und Automatenmarken.

Mittlerweile hat es sich aber mehr und mehr ergeben, dass auch einzelne zunächst als Sondermarke ausgegebene Marken in einer dauermarkentypischen Auflage herausgebracht werden und demzufolge auch dementsprechend oft auf Briefsendungen zu finden sind. Bei den Ausgaben der Bundesrepublik Deutschland hat beispielsweise der Rosengruß (MiNr. 2321) eine Auflage von über 900 Millionen Stück erreicht.

Deutsche Bundespost

1975–1982 - Industrie und Technik (primärer Verwendungszeitraum 1975–1987)

Industrie und Technik war eine deutsche Dauermarkenserie, die von 1975 bis 1982 erschien und bis etwa 1988 in Gebrauch war. Die Marken erschienen bei der Deutschen Bundespost und bei der Deutschen Bundespost Berlin. Die Berliner Werte unterschieden sich dabei nur durch den Schriftzug "Berlin"; Farbe und Wert waren gleich. Dies galt auch für die Erscheinungsdaten der bundesdeutschen und der Berliner Marken. Letztere waren bis zum 31. Dezember 1991 gültig, die bundesdeutschen Ausgaben bis zum 30. Juni 2002.

Die Serie bestand aus jeweils einfarbigen Bogenmarken und umfasste 23 Werte mit 21 verschiedenen Motiven. Sie wurden ausschließlich in Bögen zu je 100 Marken auf weißem fluoreszierendem Postwertzeichenpapier im Stichtiefdruck in der Bundesdruckerei Berlin gedruckt. Die im Hochformat gedruckten Marken hatten eine Einzelgröße von 23 × 27,32 mm.

Nach Ablauf der Amtszeit des Bundespräsidenten Gustav Heinemann und dem Verzicht seines Nachfolgers Walter Scheel auf das ihm zugestandene Recht der Abbildung auf einer Dauerserie, dem sich bisher auch alle anderen Amtsnachfolger anschlossen, wurde die Heinemann-Serie ab 1975 durch die Dauerserie "Industrie und Technik" abgelöst. Mit ihrer großen Zahl an Werten – neben dem Wert von 5 Pfennig gab es von 10 Pfennig bis hin zu 200 Pfennig, mit Ausnahme der Werte zu 90 und 170 Pfennig, jeden möglichen Wert in 10-Pfennig-Schritten – und ihrer großen Auflage von fast 21 Milliarden Stück bei der Deutschen Bundespost und zusätzlich fast 1 Milliarden in Berlin, erreichte die Dauerserie eine sehr hohe Verbreitung. Sie wurde ab 1986 schrittweise durch die Serie Frauen der deutschen Geschichte abgelöst.

1977–1982 - Burgen und Schlösser (primärer Verwendungszeitraum 1977–1990)

Burgen und Schlösser ist eine deutsche Dauermarkenserie, deren Ausgaben vom 14. April 1977 bis zum 15. Juli 1982 erschienen sind. Die Serie erschien in Rollen, wurde aber auch in Markenheftchen gedruckt; eine Kleinauflage für Sammlerzwecke wurde auch auf Bögen hergestellt. Sowohl bei der Bundespost als auch bei der Deutschen Bundespost Berlin wurden jeweils 21 Werte ausgegeben.

Obwohl nach 1982 keine neue Marke mehr erschienen war und die Nachfolgeserie Sehenswürdigkeiten bis 1989 die gängigen Portostufen abgedeckt hatte, wurden einzelne Werte noch bis 1992 nachgedruckt. Auflagen ab 1987 wurden im Lettersetdruckverfahren hergestellt. Es gibt sechs Ausgaben der Bundespost und zwei Ausgaben Berlins im Lettersetdruck.

Des Weiteren wurden von den bundesdeutschen Marken sechs Motive als "Wertstempel" für Post- und Bildpostkarten verwendet; in Berlin wurden drei Motive mehr wegen des Portos innerhalb Berlins herausgegeben.

Die Marken der Deutschen Bundespost Berlin wurden mit Ablauf des 31. Dezember 1991, die der Deutschen Bundespost mit Ablauf des 30. Juni 2002 ungültig.

Alle Marken wurden von Heinz Schillinger gestaltet.

1986–2003 - Frauen der deutschen Geschichte (primärer Verwendungszeitraum 1986–2006)

Frauen der deutschen Geschichte ist eine deutsche Dauermarkenserie, die vom 13. November 1986 bis zum 16. Januar 2003 erschien. Vor der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion waren die Briefmarken nur in der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin wechselseitig gültig, danach konnten sie auch in der DDR genutzt werden. Seit der Wiedervereinigung wurden sie in ganz Deutschland ausgegeben. Es gibt insgesamt 39 Werte (Berlin: 17).

1987–2004 - Sehenswürdigkeiten (primärer Verwendungszeitraum 1987–2006)

Sehenswürdigkeiten war eine deutsche Dauermarkenserie, die vom 6. November 1987 bis zum 5. Februar 2004 erschienen ist.

Vor der Wiedervereinigung Deutschlands hatte diese Serie nur in der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin Gültigkeit, seit 1990 wurde sie in ganz Deutschland ausgegeben. Sie erschien in Rollen, wurde aber auch in Markenheftchen und für philatelistische Zwecke in Bogen gedruckt. Bei der Bundespost wurden insgesamt 64 Werte verausgabt, 10 dieser Werte zusätzlich als selbstklebende Marken (teils in Rollen, teils in Markenheftchen). Bei der Deutschen Bundespost Berlin waren es 15 Marken. Alle Motive wurden von Sibylle und Fritz Haase gestaltet. Sie verwendeten auf den Marken der Serie die Schriftart Gill Sans. Die Berliner Marken unterschieden sich dabei nur durch den Schriftzug "Berlin" von den entsprechenden Marken der Bundespost; Farbe, Motiv und Wert waren gleich.

Die Ausgaben des Satzes überdauerten die Wiedervereinigung und die Euro-Einführung. Daher lassen sich die Marken in vier Ausgabenbereiche aufteilen:
- Ausgaben Bund und Berlin bis zum 2. Oktober 1990
- Ausgaben der Bundespost und (ab 1995) der Deutschen Post AG für das wiedervereinigte Deutschland bis 1999 in D-Mark
- Ausgaben der Deutschen Post AG mit Doppelwährung, D-Mark und Euro von 2000 bis 2001
- Ausgaben der Deutschen Post AG in Euro von 2002 bis 2004

Die Marken Berlins waren bis zum 31. Dezember 1991, die Marken der Bundespost in DM-Währung bis zum 30. Juni 2002 gültig. Marken mit Doppelwährung oder nur in Euro sind unbegrenzt frankaturgültig.



Deutsche Bundespost Berlin

1975–1982 - Industrie und Technik (primärer Verwendungszeitraum 1975–1987)

Industrie und Technik war eine deutsche Dauermarkenserie, die von 1975 bis 1982 erschien und bis etwa 1988 in Gebrauch war. Die Marken erschienen bei der Deutschen Bundespost und bei der Deutschen Bundespost Berlin. Die Berliner Werte unterschieden sich dabei nur durch den Schriftzug "Berlin"; Farbe und Wert waren gleich. Dies galt auch für die Erscheinungsdaten der bundesdeutschen und der Berliner Marken. Letztere waren bis zum 31. Dezember 1991 gültig, die bundesdeutschen Ausgaben bis zum 30. Juni 2002.

Die Serie bestand aus jeweils einfarbigen Bogenmarken und umfasste 23 Werte mit 21 verschiedenen Motiven. Sie wurden ausschließlich in Bögen zu je 100 Marken auf weißem fluoreszierendem Postwertzeichenpapier im Stichtiefdruck in der Bundesdruckerei Berlin gedruckt. Die im Hochformat gedruckten Marken hatten eine Einzelgröße von 23 × 27,32 mm.

Nach Ablauf der Amtszeit des Bundespräsidenten Gustav Heinemann und dem Verzicht seines Nachfolgers Walter Scheel auf das ihm zugestandene Recht der Abbildung auf einer Dauerserie, dem sich bisher auch alle anderen Amtsnachfolger anschlossen, wurde die Heinemann-Serie ab 1975 durch die Dauerserie "Industrie und Technik" abgelöst. Mit ihrer großen Zahl an Werten – neben dem Wert von 5 Pfennig gab es von 10 Pfennig bis hin zu 200 Pfennig, mit Ausnahme der Werte zu 90 und 170 Pfennig, jeden möglichen Wert in 10-Pfennig-Schritten – und ihrer großen Auflage von fast 21 Milliarden Stück bei der Deutschen Bundespost und zusätzlich fast 1 Milliarden in Berlin, erreichte die Dauerserie eine sehr hohe Verbreitung. Sie wurde ab 1986 schrittweise durch die Serie Frauen der deutschen Geschichte abgelöst.

1977–1982 - Burgen und Schlösser (primärer Verwendungszeitraum 1977–1987)

Burgen und Schlösser ist eine deutsche Dauermarkenserie, deren Ausgaben vom 14. April 1977 bis zum 15. Juli 1982 erschienen sind. Die Serie erschien in Rollen, wurde aber auch in Markenheftchen gedruckt; eine Kleinauflage für Sammlerzwecke wurde auch auf Bögen hergestellt. Sowohl bei der Bundespost als auch bei der Deutschen Bundespost Berlin wurden jeweils 21 Werte ausgegeben.

Obwohl nach 1982 keine neue Marke mehr erschienen war und die Nachfolgeserie Sehenswürdigkeiten bis 1989 die gängigen Portostufen abgedeckt hatte, wurden einzelne Werte noch bis 1992 nachgedruckt. Auflagen ab 1987 wurden im Lettersetdruckverfahren hergestellt. Es gibt sechs Ausgaben der Bundespost und zwei Ausgaben Berlins im Lettersetdruck.

Des Weiteren wurden von den bundesdeutschen Marken sechs Motive als "Wertstempel" für Post- und Bildpostkarten verwendet; in Berlin wurden drei Motive mehr wegen des Portos innerhalb Berlins herausgegeben.

Die Marken der Deutschen Bundespost Berlin wurden mit Ablauf des 31. Dezember 1991, die der Deutschen Bundespost mit Ablauf des 30. Juni 2002 ungültig.

Berlin 536 - Schloss Neuschwanstein - 17.05.1977 Berlin 538 - Wasserschloss Mespelbrunn - 17.05.1977

1986–2003 - Frauen der deutschen Geschichte (primärer Verwendungszeitraum 1986–1990)

Frauen der deutschen Geschichte ist eine deutsche Dauermarkenserie, die vom 13. November 1986 bis zum 16. Januar 2003 erschien. Vor der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion waren die Briefmarken nur in der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin wechselseitig gültig, danach konnten sie auch in der DDR genutzt werden. Seit der Wiedervereinigung wurden sie in ganz Deutschland ausgegeben. Es gibt insgesamt 39 Werte (Berlin: 17).

1987–2004 - Sehenswürdigkeiten (primärer Verwendungszeitraum 1986–1990)

Sehenswürdigkeiten war eine deutsche Dauermarkenserie, die vom 6. November 1987 bis zum 5. Februar 2004 erschienen ist.

Vor der Wiedervereinigung Deutschlands hatte diese Serie nur in der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin Gültigkeit, seit 1990 wurde sie in ganz Deutschland ausgegeben. Sie erschien in Rollen, wurde aber auch in Markenheftchen und für philatelistische Zwecke in Bogen gedruckt. Bei der Bundespost wurden insgesamt 64 Werte verausgabt, 10 dieser Werte zusätzlich als selbstklebende Marken (teils in Rollen, teils in Markenheftchen). Bei der Deutschen Bundespost Berlin waren es 15 Marken. Alle Motive wurden von Sibylle und Fritz Haase gestaltet. Sie verwendeten auf den Marken der Serie die Schriftart Gill Sans. Die Berliner Marken unterschieden sich dabei nur durch den Schriftzug "Berlin" von den entsprechenden Marken der Bundespost; Farbe, Motiv und Wert waren gleich.

Die Ausgaben des Satzes überdauerten die Wiedervereinigung und die Euro-Einführung. Daher lassen sich die Marken in vier Ausgabenbereiche aufteilen:
- Ausgaben Bund und Berlin bis zum 2. Oktober 1990
- Ausgaben der Bundespost und (ab 1995) der Deutschen Post AG für das wiedervereinigte Deutschland bis 1999 in D-Mark
- Ausgaben der Deutschen Post AG mit Doppelwährung, D-Mark und Euro von 2000 bis 2001
- Ausgaben der Deutschen Post AG in Euro von 2002 bis 2004

Die Marken Berlins waren bis zum 31. Dezember 1991, die Marken der Bundespost in DM-Währung bis zum 30. Juni 2002 gültig. Marken mit Doppelwährung oder nur in Euro sind unbegrenzt frankaturgültig.



Deutsche Post (DDR)

1973–1989 - Aufbau in der DDR (DDR-Mark)

Aufbau in der DDR war eine Dauermarkenserie der Deutschen Post in der Deutschen Demokratischen Republik, die zwischen 1973 und 1981 ausgegeben wurde. Der Lipsia-Katalog der DDR bezeichnet sie als Sozialistischer Aufbau in der DDR. Hier wird die Bezeichnung des Michel-Katalogs gewählt. Ab 1990 wurde sie durch die Dauermarkenserie Bauwerke und Denkmäler abgelöst. Diese Briefmarken waren bis zum 2. Oktober 1990 frankaturgültig. Nach der Deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wurden die Briefmarken der Deutschen Bundespost verwendet.

Alle fünfzehn Motive wurden von Manfred Gottschall entworfen. Von allen Motiven bis auf den Palast der Republik (nur Kleinformat) gab es zwei Ausgabegrößen und alle gab es im Briefmarkenbogen und im Stichtiefdruck. Von den 36 Werten gab es sechs, die im Rastertiefdruck als kleinformatige Rollenmarke ausgegeben wurden. Davon erschienen zwei auch zusätzlich in Markenbogen: Dies sind die ersten Ausgaben im Kleinformat 1973 mit den Motiven Neptunbrunnen und Lenindenkmal in Berlin.

Ein Teil der auf den Briefmarken dargestellten Denkmale und Gebäude existiert nicht mehr, so das Lenindenkmal in Berlin (Abriss 1991), die Selbstbedienungs-Gaststätte Ahornblatt auf der Fischerinsel in Berlin (Abriss 2000), das "Fäuste"-Denkmal von Heinz Beberniß auf dem Ernst-Thälmann-Platz in Halle (Abriss 2003) und der Palast der Republik in Berlin (Abriss 2006–2008).

1990 - Bauwerke und Denkmäler (D-Mark)

Bauwerke und Denkmäler war die letzte Dauermarkenserie der Deutschen Post in der DDR. Die Marken erschienen nach der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion am Montag, 2. Juli 1990 in DM-Währung und waren ab diesem Zeitpunkt auch im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und in West-Berlin bis zum 31. Dezember 1991 gültig. Mischfrankaturen mit den Marken der Deutschen Bundespost und der Deutschen Bundespost Berlin waren erlaubt, solche mit älteren DDR-Briefmarken in DDR-Mark nur bis zum 2. Oktober 1990, als diese ungültig wurden.







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Erstversion vom 20.10.2026. Letzte Aktualisierung am 20.10.2026.